Schlechte Laune aufgrund der Einschränkungen im Alltag? Keinesfalls!
Das öffentliche Leben ist lahmgelegt und der Alltag steht auf dem Kopf – Dank der Corona Pandemie. Die deutschlandweite Kontaktbeschränkung hat neben der angestrebten Eindämmung des Virus Nebenwirkungen – die enormen Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens. Es ist lange nicht mehr nur die Angst vor Infektion und Weiterverbreitung, die die Gesellschaft beschäftigt. Gleichermaßen entsteht die Besorgnis um Wirtschaft, um die eigene Existenz und die Ungewissheit über persönliche Perspektiven für die Zukunft.
Eltern mit schulpflichtigen Kindern bangt es besonders vor den nächsten Wochen oder gar Monaten. Abiturienten sorgen sich um ihre Zukunft. Die Schulen wurden bis auf Weiteres geschlossen, Prüfungen werden verschoben und außerschulische Bildungseinrichtungen bleiben ebenfalls weitgehendst geschlossen. Für die meisten ist das Verweilen in den eigenen vier Wänden angesagt.
Doch ist das tatsächlich so eine tragische Situation, der man nichts Positives abgewinnen kann? Die Optimisten unter uns werden das verneinen. Wann kann man schon wochenlang zu Hause bleiben, sich seine Zeit selbst einteilen, Zeit mit der Familie verbringen und Dinge erledigen, die man schon ewig aufgeschoben hat? Im Folgenden ein paar Aspekte, die eine positive Sichtweise auf die aktuelle Situation anregen!
Corona als Entschleuniger
„Ich bin reif für den Urlaub!“, „Ich brauche dringen eine Auszeit.“ oder „Ich muss wirklich mal ausschlafen.“ sind Aussagen, die in unserer leistungsorientierten Gesellschaft nicht selten zu hören sind. Ebenfalls hört man häufig sowas wie „Wenn ich nur mehr Zeit hätte, dann würde ich …den Garten pflegen/ dieses Buch lesen/ eine Sprache lernen…“. An alle, die sich in diesen Aussagen wiederfinden – Herzlichen Glückwunsch, jetzt hast Du die Chance! Und wie wir am Beispiel der Umwelt sehen, tut eine kleine Auszeit scheinbar ganz gut. Die Pandemie ist eine schreckliche Situation sondergleichen, aber sie birgt ebenfalls die Chance den Wachstumsgedanke und die stetige Leistungssteigerung, die Quintessenzen unserer Gesellschaft, bei Seite zu schieben und sich einfach mal eine Pause zu gönnen!
Zeit zum Lernen und Weiterentwickeln
In den eigenen vier Wänden gefangen, kommt schon mal Langeweile auf. Vor allem bei den Schülerinnen und Schülern, die eigentlich gewohnt sind, von morgens bis mittags die Schulbank zu drücken. Die haben jetzt die ideale Möglichkeit, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen, beispielsweise um alte Wissenslücken zu füllen, verpassten Stoff nachzuarbeiten und im eigenbestimmten Tempo zu lernen. Das Beste daran: morgens kann ausgeschlafen werden! Die Energie, die ohnehin für kaum etwas außerhalb der eigenen Wohnung aufgebracht werden kann, kann jetzt vollkommen ins Lernen investiert werden.
Vielen Eltern graut es vor diesem Gedanken, dass ihre Kinder ohne die direkten Anweisungen der Lehrkräfte lernen sollen. Dass das Schwierigkeiten aufweisen kann, ist klar, aber ist das nicht die perfekte Möglichkeit oder gar Notwendigkeit für Schülerinnen und Schüler, sich das selbstständige Lernen anzueignen?! Das spielt nämlich ohnehin in der akademischen oder beruflichen Weiterbildung eine essenzielle Rolle.
Mögliche zusätzliche Lernerfolge in der Corona-Krise: Selbstständigkeit im Lernprozess, Lernen im eigenen Tempo und das Gefühl für ein eigenes Zeitmanagement!
Sinnvolle Nutzung der digitalen Medien und Technik
Die unumgängliche Selbstständigkeit der Schüler als positive Nebenwirkung der aktuellen Krise hört sich vorerst vielleicht weniger überzeugend an und auch nicht jeder kann das gleichermaßen gut umsetzen. Für alle die, die Unterstützung beim Lernen benötigen, gibt es die Möglichkeit der online Nachhilfe. Hier haben Schülerinnen und Schüler nicht nur die Möglichkeit, fachliche Fragen zu klären und Lernstrategien zu entwickeln, sondern auch einen sinnvollen Umgang mit moderner Technik und relevanten Programmen zu erlernen. So sind sie gewappnet für die stetig fortschreitende Digitalisierung in Bildungs- und Berufsbereichen. Darüber hinaus kann die Digitalisierung Spaß beim Lernen bereiten und einen netten Ausgleich zum altmodischen Bücherwälzen bieten!
Die Nutzung digitaler Medien ist heutzutage ohnehin ein essenzieller Bestandteil des eigenständigen Lernens. Für unsere Schülerinnen und Schüler, die sogenannten „Digital Natives“, sollte das doch kein Problem darstellen?! Das Internet und digitale Medien sind zwar fester Bestandteil des Alltags der meisten Jugendlichen, aber werden diese auch wirklich sinnvoll genutzt? Sicherlich hat die Jugend von heute ausgeprägte Fähigkeiten auf Social Media Plattformen, aber bei den meisten endet es auch bereits an dieser Stelle.
Ob ein online Meeting oder die Recherche für ein Referat, die Vorbereitung für eine Hausarbeit -heutzutage sind das Internet und die Digitalisierung aus dem Berufsleben, aber auch aus schulischen und akademischen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Die digitalen Medien etablieren sich mit steigender Tendenz als Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft.
Fazit: Man sollte aus der Not eine Tugend machen! Jede neue Situation birgt auch Chancen.